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Decluttering und Bürokratieabbau bei der EU-Unternehmensbesteuerung
Das europäische Unternehmensteuerrecht soll durch ein sog. Steueromnibus der EU-Kommission vereinfacht werden: weniger Bürokratie, vereinfachte Steuerpflichten und der Abbau redundanter Meldepflichten. Der BDI legt hierzu zahlreiche Vorschläge vor, insbesondere für Unternehmen im Anwendungsbereich der globalen Mindeststeuer, damit diese von parallelen Pflichten (u. a. Hinzurechnungsbesteuerung und DAC 6) entlastet werden. Ein ambitionierter Bürokratieabbau wäre ein starkes Signal für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und neue Investitionen am Standort Deutschland und Europa.
Quarterly Report Germany QI-2026
Following a weak start to the summer half-year, gross domestic product rose by 0.3 percent in the fourth quarter of 2025. At the same time, economic output in Germany was higher than in the previous year for the first time in two years. Industrial production in 2025 was 1.6 percent lower than in the previous year. This was the fourth consecutive decline.
Industry Demands for Bilateral FTAs between the EU and Malaysia, the Philippines, and Thailand
The EU is currently negotiating bilateral free trade agreements with Malaysia, the Philippines and Thailand. Successful agreements would reduce trade barriers, improve market access for European goods, services and in public procurement, make data transfers more agile, and strengthen intellectual property rights – all within one of the most dynamic economic regions in the world (Southeast Asia).
The industrial policy potential and the central requirements for the negotiations have been summarized by the BDI in a position paper. At the same time, it includes an analysis of the recently concluded free trade agreement between the EU and Indonesia
Wirtschaftsschutz als eine Säule nationaler Sicherheit
Die Nationale Wirtschaftsschutzstrategie ist ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsschutz als zentrale Säule der nationalen Sicherheit. Entscheidend ist nun die Umsetzung: Nötig sind klare Prioritäten, verlässliche Zuständigkeiten und gezielte Unterstützung für Unternehmen – insbesondere für Start-ups und den Mittelstand. All das erfordert eine strategische, ressortübergreifende Steuerung – etwa durch den Nationalen Sicherheitsrat.
Zusammenarbeit zivile Wirtschaft mit Sicherheits-und Verteidigungsindustrie (SVI)
Welche Potenziale eröffnet die engere Verzahnung von ziviler Wirtschaft und Sicherheits- und Verteidigungsindustrie? Welche Herausforderungen müssen dabei überwunden werden – und was sind mögliche Schritte? Diese Fragen beantwortet das Lagebild Sicherheit und Verteidigung, basierend auf einer nicht repräsentativen Umfrage unter 143 zivilen Unternehmen.
Gesetz zur Stärkung der Cybersicherheit
Deutschland befindet sich täglich im Fadenkreuz international operierender, teils staatlich gelenkter Cyberkrimineller. Der BDI unterstützt daher das Ziel, die Cybersicherheit in Deutschland weiter zu stärken und die staatliche Handlungsfähigkeit gegenüber zunehmend komplexen Bedrohungslagen auszubauen. Um das Ziel des Gesetzes zu erreichen und gleichzeitig die bürokratischen Aufwände für Unternehmen so gering wie möglich zu halten, sind konkrete Änderungen am Gesetzentwurf notwendig.
Digital Fitness Check
The AI Omnibus, the Data Omnibus, the Digital Networks Act and the Cybersecurity Package are a first necessary step to simplify the EU’s digital rulebook. However, more needs to be done to reduce the regulatory burden and to support Europe’s ability to foster innovation and enhance global competitiveness. Thus, the European Commission should continue its simplification agenda and propose targeted amendments to the EU’s digital acquis.
Normen als technische Infrastruktur der Modernisierung
Mit der Föderalen Modernisierungsagenda setzen Bund und Länder den Auftakt zu einer umfassenden Staatsmodernisierung. Das Ziel ist klar: mehr Effizienz, Beschleunigung und Bürokratieabbau – ein Reformanspruch, den die Industrie ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Im Rahmen dieser Agenda soll auch der Umgang mit technischen Normen in Bundes- und Landesgesetzen neu bewertet werden. Der BDI hebt hervor, dass Normen einerseits unverzichtbare Orientierung für die Industrie bieten – durch harmonisierte Anforderungen, interoperable Lösungen und effiziente Abläufe – und andererseits eine schlanke, effiziente und technologieneutrale Regulierung ermöglichen. Als technische Infrastruktur der Modernisierung sind Normen daher unentbehrlich. Entsprechend sollte die Überprüfung der Normenverweise mit großer Sorgfalt, in einem gut koordinierten und transparenten Verfahren sowie im engen Austausch mit den Normenanwendern, insbesondere der Industrie, erfolgen.
Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Durchführung der Verordnung (EU)2024/1689
BDI fordert schlanke, innovationsfreundliche Umsetzung des KI Durchführungsgesetzes
Mit dem KI Durchführungsgesetz stellt die Bundesregierung die Weichen für einen rechtssicheren und wettbewerbsfähigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Deutschland. Der BDI mahnt an, dass die Aufsichtsstrukturen effizient, harmonisiert und praxisnah gestaltet werden müssen – ohne zusätzliche Bürokratie und mit klaren Zuständigkeiten. Zentral sind eine starke Bundesnetzagentur, sektorspezifische Expertise, einheitliche Vollzugsleitlinien sowie echte Unterstützung für Unternehmen, insbesondere bei der Einstufung und Prüfung von KI Systemen. Nur so kann KI ihr Potenzial für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit voll entfalten.
Quartalsbericht Deutschland I/2026: Wirtschaft im Jahr 2025 um 0,2 Prozent gewachsen
Nach schwachem Auftakt im Sommerhalbjahr ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent gestiegen. Gleichzeitig war die Wirtschaftsleistung in Deutschland erstmals seit zwei Jahren war wieder höher als im Vorjahr. Die Industrieproduktion war 2025 um 1,6 Prozent geringer als im Vorjahr. Dies war der vierte Rückgang in Folge.
Simplification of European Environmental Law
With the environmental omnibus presented in December 2025, the EU Commission is sending a signal for reducing bureaucracy. The deletions in the Industrial Emissions Directive can provide noticeable relief for German industry, as can faster environmental impact assessments. However, there is potential for more. For example, the changes to the environmental management system in the Industrial Emissions Directive need to go further. The Water Framework Directive should be amended in the short term in a further omnibus procedure, as the good water status provided for in the Directive will not be achieved by 2027. This creates considerable legal uncertainty for authorities and companies, which needs to be eliminated quickly.
Evaluation of the Balanced Approach Regulation
The International Civil Aviation Organization (ICAO) has established a global framework for managing aircraft noise at airports through the Balanced Approach. It provides the foundation for an harmonised and evidence-based management of aircraft noise. However, the practical implementation in Europe shows an imbalance to the detriment of economic interests.
Digital Omnibus on AI
The BDI position paper on the Digital Omnibus on AI outlines how targeted adjustments to the EU AI Act can reduce regulatory complexity while safeguarding innovation and competitiveness. German industry calls for a proportionate, sequenced approach that ensures legal certainty, predictable timelines and workable obligations for AI providers and deployers. Key recommendations include extending high risk AI timelines, streamlining conformity assessment, clarifying R&D exemptions and aligning the AI Act with existing sectoral legislation and the GDPR. The paper highlights why industrial AI must be treated as the main objective for Europe’s digital future.
Omnibus for the digital acquis
German industry welcomes the European Commission’s aspiration to significantly simplify the EU’s digital acquis. However, the proposals do not deliver the relief and clarity that industry hoped for. The European Parliament and the Council must not fall short of the European Commission’s proposal and rather seize the opportunity created by the Commission’s proposals to ensure that Europe remains competitive in the global innovation race.
Referentenentwurf eines Gesetzes zur verbesserten Nutzung von Daten für die Forschung (FDG)
Der BMFTR-RefE zum „Forschungsdatengesetz“ enthält viele wichtige Element, um den Forschungsstandort Deutschland zu verbessern und Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu erleichtern. Verbesserungspotenzial bestehen in Bezug auf das Verhältnis zu anderen gesetzlichen Regelungen, insbesondere im Bereich von Gesundheitsdaten.
Regulation to establish EU Business Wallets
The European Commission’s proposal for the establishment of EU Business Wallets (EBW) is a significant milestone for enhancing trust through authentication in Business-to-Business and Business-to-Government interactions. However, the EBW will only strengthen the digital single market if it replaces existing national solutions and is not introduced in addition to them. BDI proposes targeted amendments that will ensure that the regulation’s goals can be reached.
BDI-Stellungnahme zum Artikelgesetz zur IED-Umsetzung
Die vom Kabinett am 21. Januar 2026 beschlossenen Entwürfe für ein Artikelgesetz und für eine Mantelverordnung zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED) sollten verbessert werden. Die neue IED führt zu einem erheblichen finanziellen Mehraufwand und zusätzlicher Bürokratie für die Betreiber von tausenden Industrieanlagen. Im Rahmen der Umsetzung in deutsches Recht sollte kein zusätzlicher Aufwand und keine neue Bürokratie geschaffen werden. In der anliegenden Stellungnahme nimmt der BDI zum Artikelgesetz Stellung.
BDI-Stellungnahme zur Mantelverordnung zur IED-Umsetzung
Die vom Kabinett im Januar 2026 beschlossenen Entwürfe zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED) müssen aus Sicht des BDI nochmals erheblich überarbeitet werden. Die Entwürfe für ein Artikelgesetz und eine Mantelverordnung gehen über eine 1:1-Umsetzung von EU-Recht hinaus und schaffen dadurch weitere Kosten und Bürokratie. In der Stellungnahme zur Mantelverordnung macht der BDI Vorschläge für eine schlanke Umsetzung.
Revision des New Legislative Framework (NLF)
The New Legislative Framework (NLF) is one of the EU’s most successful and influential regulatory systems. It forms the central regulatory framework for placing industrial products on the EU market and thus constitutes the foundation for the free movement of goods within the European Single Market. However, since its introduction in 2008, the product landscape has changed fundamentally. This opens up the opportunity to modernise the legal framework in a targeted manner—without abandoning its proven core principles—in order to adapt the system to current and future challenges.