Investitionen an deutschen Industriestandorten müssen gefördert werden. Erhalt und Ausbau der bestehenden Industriestandorte und die Realisierung neuer Vorhaben sind für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze und die Einhaltung hoher Umweltstandards unverzichtbare Voraussetzung.

Aktuelles zum Thema
Richtlin­ie über In­dus­triee­mis­sio­nen schlank und un­bürokratisch um­set­zen

Das BMUV hat am 28.11.2024 den Referentenentwurf für ein Artikelgesetz und den Referentenentwurf für eine Mantelverordnung zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (IED) vorgelegt. Die neue IED führt zu einem erheblichen finanziellen Mehraufwand und zu zusätzlicher Bürokratie für die Betreiber von tausenden Industrieanlagen. Der BDI spricht sich daher für eine 1:1-Umsetzung der Richtlinie aus, weitere Bürokratie muss verhindert werden.

Mehr Tem­po für An­la­gen­genehmi­gun­gen

Genehmigungen von Industrieanlagen könnten zukünftig deutlich schneller erfolgen: Bund und Länder haben sich im November 2023 auf einen gemeinsamen Pakt für Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung geeinigt. Er solle dazu beitragen, dass „der Wirtschaftsstandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt“. Erste Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2024 vorliegen.

Net-Ze­ro In­dus­try Act: EU Com­mis­sion wants to ac­cel­er­ate cli­mate trans­for­ma­tion

Europe is facing major challenges: The transformation of our economy towards climate neutrality will require immense investments in the coming years and will place extreme demands on companies. At the same time, the energy crisis and fierce global competition are making this transition more difficult. The EU Commission has responded to these challenges: As part of February's Green Deal Industrial Plan, in mid-March it presented the Net-Zero Industry Act, a legislative proposal to accelerate climate transformation.

Dro­hen erneut Fahrver­bote durch Än­derung der EU-Luftqual­ität­srichtlin­ie?

Im Rahmen des Europäischen Green Deals sollen die EU-Luftqualitätsstandards stärker an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation angeglichen werden. Dazu hat die EU-Kommission im Oktober 2022 einen Vorschlag zur Änderung der EU-Luftqualitätsrichtlinien vorgelegt. In Deutschland können die Auswirkungen der neuen Grenzwerte erheblich sein.

„Sevil­la-Prozess“: EU-weite Vor­gaben für In­dus­triean­la­gen

Auf EU-Ebene werden im sogenannten „Sevilla-Prozess“ bindende Vorgaben für Industrieanlagen erarbeitet, um einheitliche Umweltstandards und faire Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU zu fördern. In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass das Verfahren nicht immer fehlerfrei abläuft. Das könnte der Wirtschaft schaden und Arbeitsplatze gefährden. Der BDI setzt sich daher für einen verbesserten Prozess ein.